Fahrradwege und -straßen
Vaterstetten bietet an verschiedenen Straßen bereits sichere Möglichkeiten für Radfahrende – sei es auf separaten Radwegen oder gemeinsamen Fuß- und Radwegen, zum Beispiel im Nordteil der Johann-Sebastian-Bach-Straße und auf den Verbindungsstraßen zu Weißenfeld, Parsdorf und Hergolding.
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Förderung des Radverkehrs war die Einrichtung von Fahrradstraßen. Im November 2019 wurde die erste Fahrradstraße in Vaterstetten beschildert und in Betrieb genommen. Sie stellt eine ideale Verbindung vom Zentrum Baldham nach Vaterstetten dar.
Im Rahmen der Verkehrsberuhigung vor dem Gymnasium folgte im September 2023 ein weiterer Abschnitt der Johann-Strauß-Straße als zweite Fahrradstraße. Damit wird insbesondere der Schulweg für Schülerinnen und Schüler sicherer und komfortabler gestaltet
Schneller Radweg an der Bahn
Am 22.04.2021 wurde ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN zum Ausbau des Radweges südlich der Bahnlinie inklusive einer neuen Fuß- und Radwegbrücke über die Möschenfelder Straße beschlossen. In der Sitzung des Bau- und Straßenausschusses am 31.05.2022 hat das Ing. Büro Wipfler Plan hierzu bereits eine erste Machbarkeitsstudie für den gemeindlichen Bahnradschnellweg, zwischen Grasbrunn und Zorneding, vorgestellt.
Die Gemeinde Vaterstetten hatte sich im Rahmen der Radoffensive Bayern frühzeitig um Fördermittel beworben. Erfreulicherweise hat sich unsere Gemeinde als eine von 31 Gemeinden, aus einem Feld von mehreren hundert Bewerbern durchgesetzt und eine staatliche Förderzusage für die Planung des Bahnradweges erhalten. Ausschlaggebend für die Fördergeber war hierfür auch das überörtliche Radwegenetz München-Ebersberg zu stärken.
Planung Fuß- und Radweg zwischen Baldham Dorf und Purfing
Der Gemeinderat hatte die Verwaltung im März 2024 beauftragt, die Realisierung eines Fuß- und Radwegs zwischen Baldham Dorf und Purfing zu prüfen.
Die Gesamtkosten für Planung, Grunderwerb und Bau werden 2024 auf rund 3 Millionen Euro geschätzt. Eine staatliche Förderung von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten über das Programm „Stadt & Land“ erscheint grundsätzlich möglich, eine abschließende Prüfung steht jedoch noch aus.
Der geplante Weg hätte eine Länge von knapp 2,8 Kilometern. Ein Teil der benötigten Flächen befindet sich bereits im Eigentum der Gemeinde, einige weitere Grundstücke müssten noch erworben werden.
Im Zuge der Voruntersuchungen wurden außerdem naturschutzfachliche Aspekte geprüft. Betroffen sind unter anderem bestehende Ausgleichsflächen sowie einzelne Wald- und Baumstandorte entlang der Strecke. Für mögliche Eingriffe wären entsprechende Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) ist bereits beauftragt und wird aktuell durchgeführt.
Auch die Einrichtung einer Querungshilfe an der Kreisstraße EBE 4 wird derzeit mit den zuständigen Behörden abgestimmt.
Der Gemeinderat hat die Realisierung des Fuß- und Radwegs nach den oben genannten Informationen unter gewissen Voraussetzungen im Juli 2024 beschlossen. Die Aufstellung eines Straßenbebauungsplans wurde zwischenzeitlich bekanntgemacht, zudem werden die notwendigen Grundstücksverhandlungen weitergeführt. Inzwischen wurden außerdem verschiedene Wegeführungen auf der Nord- bzw. Südseite der Hauptstraße verlaufend geprüft und den betroffenen Grundstückseigentümerinnen vorgestellt. In der Gemeinderatssitzung wurde über die Vorzugsvariante entlang der Nordseite zur weiteren Realisierung entschieden (07/2026).


