FTTH - Glasfaser für das gesamte Gemeindegebiet

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FTTH - Glasfaser für das gesamte Gemeindegebiet

Robert_Kneissl
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21.05.2018 um 17.14 Uhr geschrieben von Robert_Kneissl
Liebe Gemeinde, wer auch immer bei euch dafür verantwortlich war... Danke! Ich kann es kaum glauben und der Artikel im Münchner Merkur "Vaterstetten auf dem Weg in die Gigabitgesellschaft" zeigt den richtigen Weg für unsere Gemeinde. Respekt für diese Entscheidung, dann warten wir mal ab wie es weiter geht! Grüße, Robert Kneißl
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 25.09.2019 um 19.11 Uhr
Tja, hat wohl nicht sollen sein...

Ich frage mich warum meine Gemeinde“nachbarn“ sich nicht für einen kostenlosen Glasfaseranschluss entscheiden wollten?!

Würde mich mal interessieren ob hier jemand seine persönliche Meinung äußert?

War der Tarif zu teuer? Abgabe des Vertrages verschlafen? Werbung zu wenig? Grundsätzlich total unnötig und ein normaler (V)DSL Anschluss bei der Telekom tut es auch?
 

chriswest
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kommentiert von chriswest am 26.09.2019 um 10.15 Uhr
Ich stelle mir die gleiche Frage und bin sehr enttäuscht. Allerdings besteht ja noch "Hoffnung" laut https://www.echtschnell.de/aktuelles/nicht-genuegend-rueckmeldungen-in-vaterstetten/ - mir stellt sich insbesondere die Frage, ob die Gemeinde bereits die maximale Förderhöhe laut https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html ausgereizt hat. Zumindest die Infrastruktur sollte geschaffen werden - wer dann in 3 Jahren immer noch meint, sein VDSL Vectoring Anschluss sei genug, kann diesen ja weiter nutzen. Schade, dass der notwendige Fortschritt hier nur wenige interessiert.
Einen großen Teil hat sicherlich das VDSL Upgrade seitens Telekom dazu beigetragen, was vielen nun erst mal genug ist.
 

judt
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kommentiert von judt am 26.09.2019 um 13.58 Uhr
Sehr geehrter chriswest,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Eine Förderung durch das BMVI kommt nur dann in Frage, wenn kein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant ist. Die Firma echtschnell GmbH möchte den Glasfaserausbau ohne kommunale oder staatliche Zuschüsse durchführen, somit gibt es in diesem Fall nichts, was gefördert werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Felix Judt
Gemeinde Vaterstetten
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 11.10.2019 um 21.58 Uhr
Hallo Herr Judt,

waren machen wir es nicht wie die hier:

https://www.golem.de/news/muensterland-deutsche-glasfaser-bekommt-160-millionen-euro-foerderung-1910-144393.html

VG
 

judt
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kommentiert von judt am 18.10.2019 um 10.35 Uhr
Hallo Herr Kneissl,
eine Förderung gibt es nur für unterversorgte Gebiete, in denen kein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant ist.
Der letzte Anlauf in Vaterstetten zur Teilnahme an einem Föderprogramm hat dazu geführt, dass die Telekom mit Vectoring eigenwirtschafltich ausgebaut hat...

Viele Grüße,
Felix Judt
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 24.11.2019 um 12.45 Uhr
Hallo Herr Judt,

mir scheint das grundsätzliche Problem ist die fehlende Transparenz zu dem Thema. Sowohl für die Gemeinde, „Was wollen die Bürger?“, als auch für die Bürger „Welche Möglichkeiten gibt es und was bringt mir das überhaupt?“. Es wäre zu einfach zu sagen, die Quote der Vorverträge war zu niedrig = keiner will einen schnellen Internetanschluss. Es kann zu viele Gründe für das Ergebnis geben.

Ich würde vorschlagen eine aussagekräftige Umfrage für die gesamte Gemeinde zu starten, nur so bekommt man die Hintergründe raus und eine bessere Bürgerbeteiligung kann ich mir nicht vorstellen. Wichtig wäre meiner Meinung nach, eine offene und sachliche Umfrage. Dinge wie „die Telekom tut/tat dies“, „die Avacomm das andere“, „Echtschnell das“ und „Deutsche Glasfaser jenes“ haben erst später im Prozess eine Auswirkung.

Es gibt genug Tools die derartige Umfragen mit Aufwand erlauben, das machen kompetente IT-Mitarbeiter in der Gemeinde mit Links. ;-)

Danach kann man auf die Ergebnisse aufbauend eine Lösung suchen. Es wird alles von „kein Interesse“ bis „dringend nötig“ geben. Ich persönlich glaube, die Nachfrage nach einem schnellen, kostengünstigen und stabilen Internetzugang ist trotzdem vorhanden.

Generell würde ich mir eine bessere Informationspolitik der Gemeinde wünschen. Wie gehts nun weiter, was ist die letzten Wochen passiert, welche Ideen hat die Gemeinde?

Gruss,
Robert Kneißl
 

judt
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kommentiert von judt am 25.11.2019 um 11.03 Uhr
Hallo Herr Kneißl,
eine Umfrage würde hoffentlich genau zu dem Ergebnis führen, dessen sich die Verwaltung durchaus bewusst ist: An einer flächendeckenden Glasfaserversorgung führt in der Zukunft sicher kein Weg vorbei! Dieses Ziel verfolgen wir nach wie vor, wie Sie aus der Historie heraus ja sicher sehen können (die ersten Schritte für schnellere Internetversorgung in den Ortschaften wurden bereits 2007 unternommen).
Die Frage ist also nicht so sehr ob wir Glasfaserversorgung brauchen, sondern wie wir diesem Ziel näher kommen können. Leider hat die Verwaltung darauf weniger Einfluss als wir das gerne hätten. Genau deswegen finden derzeit immer wieder Gespräche mit der Firma echtschnell statt, um auch trotz der schlechten ersten Vermarktungsphase möglichst bald mit dem Glasfaserausbau starten zu können.
Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen werden und haben bereits positive Signale der echtschnell erhalten. Sobald ich belastbare Informationen habe, geben wir diese wieder über die Homepage bekannt.

Viele Grüße,

Felix Judt
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 30.11.2019 um 07.50 Uhr
Hallo Herr Judt,

dann hoffen wir mal, dass die Pläne diesmal ALLE Gemeindeteile beinhalten. Vielleicht ändert auch die Nachricht vom Freitag etwas, dass Bayern nun auch Gemeinden bezuschussen darf, die bereits eine Versorgung von mind. 30mbit haben.

Viele Grüße,
Robert Kneißl
 

chriswest
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kommentiert von chriswest am 23.01.2020 um 23.55 Uhr
Hallo Herr Judt,
wann ist denn mit einem Update oder zumindest einem Zwischenstand zu den Gesprächen und Verhandlungen zu rechnen? Keinerlei News auf echtschnell.de - auch ansonsten keinerlei Kommunikation hier auf der Seite oder im Magazin.

Grüße
Christian Ehmig
 

judt
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kommentiert von judt am 28.01.2020 um 10.36 Uhr
Hallo Herr Ehmig,

leider habe ich noch keine neueren Informationen. Nächste Woche findet ein Arbeitsgespräch statt, nach dem ich vielleicht mehr sagen kann.
Sobald ich belastbare Informationen habe, gebe ich sie umgehend weiter!

Viele Grüße,

Felix Judt
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 13.02.2020 um 07.46 Uhr
Hallo Herr Judt,

also entweder war das Arbeitsgespräch letzte Woche nicht oder es kamen keine belastbaren Informationen raus. Richtig?

Sie hatten auch noch nicht auf meine Anmerkung mit der Änderung der Förderung in Bayern geantwortet.
Betrifft uns das nicht?

Viele Grüße,
Robert Kneißl
 

judt
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kommentiert von judt am 13.02.2020 um 15.40 Uhr
Hallo Herr Kneißl,

in dem Arbeitsgespräch haben wir erfahren, dass die Firma derzeit Angebote von Tiefbauern einholt, um in einem ersten Schritt Bandbreite nach Vaterstetten zu bringen. Sobald diese Angebote vorliegen, wird der Gemeinderat darüber entsprechend informiert. Dann erfahren wir hoffentlich auch, welche Ausbaupläne in nächster Zeit realistisch sind.

Bezüglich Ihrer Frage zu den neuen Förderrichtlinien. Alle Förderungen haben eins gemeinsam: Sobald ein eigenwirtschaftlicher Ausbau in einem Gebiet geplant ist, kann kein Förderprogramm in Anspruch genommen werden.

Viele Grüße,

Felix Judt
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 15.02.2020 um 12.28 Uhr
Hallo Herr Judt,

danke für den Zwischenstand. Auch wenn man den Eindruck hat, die Prioritäten bei dem Thema liegen nicht gerade hoch. Is aber auch kein Wunder bei der kleinen positiven Quote der Anmeldungen damals...

Apropos Bauarbeiten... „Hinter“ Purfing zieht der Glasfaser-Kabelpflug Deutschen Glasfaser wieder seine Bahnen und verbindet nun scheinbar wirklich Wolfesing und Anzing.

VG,
Robert Kneißl
 

chriswest
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kommentiert von chriswest am 23.05.2020 um 10.47 Uhr
Gibt es hier, 3 Monate später, mal wieder ein Update? Ich weiß, dass es in den letzten Monaten wichtigere Themen gab als den Breitbandausbau (Corona/COVID-19) - dennoch ist gerade bei diesem Hintergrund und der potentiell verstärkten bzw. gewünschten Home-Office Tätigkeit bei vielen Firmen in den kommenden Jahren (davon geht man aktuell aus) ein Glasfaserausbau noch wichtiger geworden als in der Vergangenheit.
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 15.06.2020 um 20.01 Uhr
Hoffentlich treibt ein jüngerer Bürgermeister (wie versprochen!) den Breitbandausbau verstärkt voran und es passiert endlich flächendecken irgendwas...

Ich verfolge das Thema ja erst! seit 6 Jahren, die Verhandlungen mit der Telekom kommen und gehen, die mit der Deutschen Glasfaser auch, Avacomm war auch irgendwie dabei und nun wird es ewig nix mit Echt Schnell... Rund um Vaterstetten geht es mal wirklich schnell, mal weniger, aber es geht was weiter. Sogar in der Metropole Frotzhofen liegen die Glasfaseranschlüsse schon auf den Grundstücken...

Vergaberichtlinien hin oder her, das Problem haben andere Gemeinden auch und lösen es irgendwie...

Gerade jetzt, mit den Eindrücken von Corona, müsste man den Sack zumachen. Es ist traurig...
 

judt
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kommentiert von judt am 16.06.2020 um 15.33 Uhr
Sehr geehrter Herr Kneißl,

Wir haben in der Juli-Sitzung des Gemeinderats das Thema auf der Tagesordnung. So wie es aussieht haben wir zwei Firmen, die den eigenwirtschaftlichen Ausbau von Baldham und Vaterstetten in Angriff nehmen würden. Beide werden sich vorstellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Felix Judt
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 16.06.2020 um 20.54 Uhr
Hallo Herr Judt,

danke wie immer fürs Update, wenigstens Sie stellen sich regelmäßig der Diskussion.

Sie sagten wir haben zwei Firmen, d.h. einmal „Echt schnell“ und irgendeine Neuvorstellung. Nehmen wir an die Neuvorstellung macht das Rennen, dann passsiert geschätzt wieder nichts mehr dieses Jahr. Auch das wäre notfalls akzeptabel, sofern endlich was passiert!

Da Sie aber explizit Baldham und Vaterstetten erwähnt haben, ist es dann wie immer, dass Purfing, Neufarn, Parsdorf, Hergolding und Weißenfeld nicht enthalten sind? Es gibt also immer noch keine Vorgabe an die Anbieter „alles oder nichts!“??

Dann werden diese sich weiter die Rosinen rauspicken und ich werde wieder hören...Wenden Sie sich an die Avacomm, die treibt den Ausbau in den nördlichen Dörfern voran! Das stimmt vielleicht irgendwann auch, bekommt man nur auch leider nix mit.

Warum schafft es eigentlich Anzing, dass winzige Dörfer wie Froschkern und Frotzhofen ausgebaut werden? Warum schafft es Zorneding, dass winzige Dörfer wie Wolfesing und Ingelsberg ausgebaut werden? Was können die besser als wir???

Ganz davon abgesehen, ist es mir in der Zwischenzeit völlig egal wer ausbaut, Hauptsache jemand tut es endlich zu einem normalen Preis!

Naja, warten wir mal ab...mal wieder!

Gruß,
Robert Kneißl
 

hgall
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kommentiert von hgall am 16.07.2020 um 16.20 Uhr
Lieber Herr Kneißl,
als in der Region tätiger Netzbetreiber verfolgen wir mit Interesse Ihre Postings bezüglich des Breitbandausbaues in Vaterstetten. Wenn Sie Ihre Anfragen diesbezüglich an uns, statt an die Gemeinde gerichtet hätten, dann würden Sie erfahren haben, dass insbesondere die nördlichen Dörfer von uns seit geraumer Zeit sukzessive mit Glasfaserhausanschlüssen ausgebaut werden. Sie hätten auch die Information bekommen, dass es sich hierbei um eine Punkt-zu-Punkt-Infrastruktur handelt bei der jeder Anschluss mit bis zu 10.000 Mbit symmetrisch beschaltet werden kann. Also deutlich mehr als das, was die Nachbarregionen derzeit haben und was Ihnen vermutlich vorschwebt. An Ihrem Wohnort sind derzeit mindestens 50 Mbit/s dauerhaft und stabil verfügbar. Dies ist mehr als viele Einwohner in Vaterstetten Kernort derzeit bekommen können. So können wir auch die Frage verstehen, die Bürger an uns richten, wenn wir ihr Gebäude an unser Glasfasernetz anschließen wollen: "Wir haben doch schon 50 Mbit. Wir sind zufrieden. Wieso wollt ihr uns nun einen Glasfaseranschluss legen?"

Lieber Herr Kneißl, kein Anbieter, auch nicht die Gemeinde, ist verpflichtet jeden Bürger im Detail laufend über den Glasfaserausbau aktiv zu unterrichten. Unabhängig davon, dass das den meisten Bürgern auf die Nerven gehen würde. Und weil das so ist gibt es als Informationsmedien hierzu, z. B. den Breitbandatlas des Bundes:
https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandatlas-Karte/start.html
Alle Netzbetreiber sind angehalten dort zeitnah Ihren Versorgungsstatus einzutragen.

Sie werden sehen, dass Vaterstetten im Mittelwert für den Großraum München sogar eine sehr gute Versorgung hat! Insofern besteht kein so dringender Handlungsbedarf, wie von Ihnen suggeriert. Wenn Sie sich näher informieren, dann werden Sie auch bemerken, dass die von Ihnen erwähnten Orte Froschkern und Frotzhofen (noch im Bau) derzeit eben nicht bevorzugt erschlossen sind.

Ich empfehle Ihnen daher sich künftig im Vorfeld von Äußerungen zu diesem Thema eingehender zu informieren. Konstruktive Kritik ist immer willkommen. Und ja: Eine flächendeckende Erschließung aller Gebäude mit Glasfaser ist für die Zukunft absolut erstrebenswert und der einzig richtige Weg! Ihre unspezifizierte, andauernde Nörgelei halte ich jedoch nicht für zielführend.

Im Übrigen gehe ich davon aus, dass Sie im Frühjahr 2021 ein Angebot für einen Glasfaserhausanschluss erhalten werden. Mal sehen, ob Sie davon Gebrauch machen .....

Beste Grüße
Helmut Gallitscher
 

Robert_Kneissl
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kommentiert von Robert_Kneissl am 19.07.2020 um 22.50 Uhr
Lieber Herr Gallitscher,

es freut mich sehr, dass man Sie wenigstens hier erreicht und somit war mein Genörgel, wie Sie es nannten, schon wenigstens ein wenig erfolgreich. Sie können versichert sein, wenn Sie das schon als Anstrengend ermpfinden, es geht auch noch durchaus auf verschiedenen Kanälen mehr. Dazu nur zwei kleine Anmerkungen, da Sie ja scheinbar meine Kommentare gerne lesen. Erstens, es zwingt Sie ja kein Mensch das hier zu verfolgen und zweitens, es gibt durchaus mehr Mitbürger die mit der Kommunikation bzgl. den zukünftigen Plänen nicht zufrieden sind, wie man an den anderen Kommentaren sieht.

Aber gehen wir nun auf die anderen Punkte in Ihrem Kommentar ein:
Richtig, die Gemeinde muß Ihre Bürger nicht in jedem Detail über den Glasfaserausbau unterrichten, sollte es jedoch im Sinne der eigenen Bürger tun. Gerade Herrn Judt ist in der Hinsicht nichts vorzuwerfen, er tut das wenigstens und ich glaube kaum, dass Sie die Gemeinde in Schutz nehmen müssen, dass können die Damen und Herren ganz gut selbst.

Ebenso ist es richtig, dass es Bürger gibt, die mit 50 Mbit oder den VDSL 100 Mbit der Telekom zufrieden sind, aber wir sind uns einig, dass das nicht die Zukunft ist.

Nun zu der von Ihnen erwünschten konstruktiven Kritik:
Würden die Bürger eine klare Ansage bekommen, welche Gebiete durch die neuen Anbieter erschlossen werden sollen und welche eben nicht, weil vielleicht jemand anders dort ausbaut, wäre allen geholfen.
Das würde jedoch eine aktive und transparente Kommunikation Ihrerseits erfordern, die jedoch de facto nicht gegeben ist!
Wo ist denn irgendwo ein klitzekleiner Hinweis auf Ihrer Webseite, dass FTTH in den nördlichen Dörfern ausgebaut wird mit einer Timeline dazu?
Wo ist denn irgendein kleines Kunden-Mailing in dem irgendwie darauf hingewiesen wird?
Wo ist denn irgendein Flyer in der in den Briefkästen um alle zu informieren?
Wo war denn Ihre Aussage bis vor diesem Kommentar in diesem Forum?

Da muss man schon sehr über Ihren Satz "kein Anbieter, auch nicht die Gemeinde, ist verpflichtet jeden Bürger im Detail laufend über den Glasfaserausbau aktiv zu unterrichten" schmunzeln! Im Detail und laufend... aha! Kommunikation ist den Netzwerkers Stärke scheinbar nicht...

Ach ja, zum Thema ich solle mich an Sie wenden um was zu erfahren...
Erstens bekommt man von Ihnen per Mail keinerlei Antwort und Zweitens, hies es "Wir haben Sie nun als Interessent für einen LWL-Hausanschluss in unserem System gespeichert" und KEINERLEI Info seit 12 Monaten bekommen, was soll man denn noch als Kunde machen?

Wie ich in meinen Postings schon sagte, es ist mir egal wer ausbaut, Hautpsache es passiert etwas und natürlich bin ich auf Ihr Angebot im Frühjahr gespannt. Selbstverständlich werde ich dieses annehmen, sofern es sich im Rahmen hält und kostentechnisch mit den Mitbewerbern vergleichbar ist.

In diesem Sinne, danke für Ihre Reaktion und wir warten mal wieder...
Beste Grüße,
Robert Kneißl
 

Bernhard Roll
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kommentiert von Bernhard Roll am 13.08.2020 um 09.19 Uhr
Liebe Gemeinde Vaterstetten,
liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,
lieber Herr Gallitscher,

mit Interesse habe ich die Mitteilungen im Forum „FTTH-Glasfaser für das gesamte Gemeindegebiet“ (Diskussionsforum Vaterstetten) verfolgt und kann die Argumente der Mitbürger nachvollziehen. Leider vermisse auch ich die Durchgängigkeit bei der Ausbauplanung nicht nur die Planungen in Vaterstetten und Baldham sondern auch mit konkreten Planungen (Zeitplan & Kosten) auch in den Ortschaften.
Ich wohne in Neufarn und habe auch gegenüber Avacomm immer bekundet, dass die derzeitige Versorgung nicht ausreicht. Ich selbst habe das Problem, dass eine Übertragung von nur 25 Mbit/sec möglich ist. Hier liegt zwar das Problem bei der Telekom, da die Fa. Avacomm für die Internetversorgung zu den Häusern die Leitung von der Telekom anmietet, darum ist es umso wichtiger eine ganzheitliche Lösung für die Gemeinde Vaterstetten mit den Ortschaften zu finden und weg vom Inseldenken. Darum freute ich mich damals in der Ebersberger Zeitung am 16.05.2018 zu lesen, dass der damals amtierende Vizebürgermeister Herr Wagner mitteilte, dass der Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen hat, Vaterstetten auf den Weg in eine Gigabitgesellschaft zu führen. Jetzt sind mehr als 2 Jahre vergangen.

Mir ist nicht erklärbar, welche Strategie die Gemeinde Vaterstetten nicht nur für Vaterstetten und Baldham sondern auch für die Ortschaften gewählt hat, denn als Bürger (Kunde) bin ich zwar betroffen, habe aber weder Einsicht in die Netzausbaustrategie noch in irgendwelche Entscheidungen. Derzeit gibt es wohl zwei Anbieter in der Gemeinde, die den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen vorantreiben möchten. Ich hoffe, dass hier keine Flickschusterei betrieben wird und jetzt endlich ein ganzheitliches Konzept für die Gemeinde inklusive der Ortschaften entsteht.

Leider liegt mir bezüglich Netzausbau auch in den Ortschaften keinen konkreter Umsetzungsplan vor.
Auch hier müssen die Kosten im Vorfeld geklärt sein, da stimme ich Herrn Kneissl in diesem Forum zu.

Meine Vermutung ist, dass gerade in den Ortschaften aufgrund der wenigen Neukunden die Bestandskunden aus wirtschaftlichen Gründen nicht vergoldet werden können. Ich kann das an dieser Stelle nachvollziehen, denn Investitionen in dieser Größenordnung sind erst rentabel, wenn viele neue Anschlüsse generiert werden können. Diese vielen Neukunden werden aber ohne Blick auf Vaterstetten ausbleiben. Deshalb benötigt die Gemeinde eine Gesamtstrategie für eine flächendeckende Entscheidung zum Wohl aller Bürger.

Ich habe mich aktuell mit dem Förderprogramm noch nicht intensiv befasst und warum die Mindestvoraussetzung mit 30 MB festgesetzt wurden. Vielleicht liegt es daran, dass man sich hier Berater über Berater geholt hat und selbst nicht wusste, welche Mindestanforderungen notwendig sind.

Unter dem Motto „die richtigen Dinge tun!“ und „die Dinge richtig tun!“.

Damit ein Ausbau die Förderungskriterien von 30 MB erfüllt, kommt m. W. von der EU. Dort wurde 2010 die Entscheidung für die Strategie „Europa 2020“ getroffen, dass alle Europäer mit über 30 Megabit pro Sekunde versorgt werden müssen. Dafür wurde ein Investitionsrahmen von rund 15 Milliarden Euro bereitgestellt.
Leider zeigt sich für mich wieder, dass die Entscheider Ihre eigenen Dokumente nicht kennen und sich vorher mit Ihrem Bericht vom 30. März 1993 nicht auseinandergesetzt haben, in dem damals die fortgeschrittene Kommunikationstechnologie für Europa beschrieben wurde.
In dem es heißt, ich zitiere … die LWL -Technik, die kostengünstige Hochgeschwindigkeit ermöglicht (millionenfach schneller als über Kupferkabel), bildet die technisch-wirtschaftliche Basis für eine grundlegende Umstrukturierung sämtlicher Bereiche durch integrierte Breitbandkommunikation. Bereits damals wurde beschrieben, welche Übertragungen (GIGA Netz) erforderlich sind.

Wie schnell die Technologien voranschreiten, das zeigt uns nicht erst die Entwicklung im Filmbereich mit Ultra HD oder Super Hi-Vision.

Da Deutschland der Internet-Geschwindigkeit hinterherhinkt und im weltweiten Vergleich nur auf Platz 31 liegt und dass in Rumänien ein schnelleres Netz zu Verfügung hat, erschreckt mich sehr.

Damit die Attraktivität gesteigert wird und ein zukunftsfähiges Netz, auch in Verbund mit anderen Gemeinden, für Ihre Bürger umgesetzt werden kann, sollte die reiche Gemeinde Vaterstetten „im Speckgürtel von München“ eigene Wege gehen!

Die Gemeinde Grasbrunn hat bereits:

• seit 12 Jahren eine Arbeitsgruppe
• nach strategischen Partnerschaften gesucht (z.B. Vaterstetten)
• eine knappe Viertelmillion in den Breitbandausbau investiert und aktuell einen Auftrag von 416.000 € erteilt, um den flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser voranzubringen
• eigeninitiativ 4 km Leerrohr verlegt, trotz guter Versorgung von Super Vectoring (von 100 MB)

Ferner schreibt die Gemeinde Grasbrunn, dass der „flächendeckende Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025“ ausgebaut werden soll und der Bund die Entwicklung verschlafen hat. Deshalb bekundet die Gemeinde Grasbrunn, den Rückstand im europäischen Vergleich eigeninitiativ zu verbessern.

Wie sieht es mit diesen Punkten in Vaterstetten und in den einzelnen Ortschaften aus?

Welchen Zeitplan und welche konkreten Ziele gibt es seitens der Gemeinde für die Ortschaften zum Giga Netz, auch unter dem Aspekt „Europäische Kommission genehmigt bayerische Gigabittrichtlinie“?

Mit freundlichem Gruß aus Neufarn

Bernhard Roll
 

Bromberger
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kommentiert von Bromberger am 14.08.2020 um 10.45 Uhr
Sehr geehrter Herr Roll,

wie Sie sind wir der Meinung, dass die LWL-Technik auf Dauer die kostengünstigere Lösung ist. Wir dürfen nur im engen Rahmen der Förderrichtlinien tätig werden. Sobald ein eigenwirtschaftlicher Ausbau in einem Gebiet geplant ist, kann kein Förderprogramm mehr in Anspruch genommen werden.

In Baldham und Vaterstetten haben zwei Firmen den eigenwirtschaftlichen Ausbau in Abgriff genommen.

In den Orten (z.B. Neufarn) hat die Firma Avakomm geplant, das Gebiet flächendeckend mit LWL-Technik auszubauen. Im Fall von Herrn Kneissl geht die Firma Avakomm davon aus (Beitrag im Diskussionsforum vom 16.07.2020) dass Herr Kneissl im Frühjahr 2021 ein Angebot für einen Glasfaseranschluss erhalten werden.

In der Juli-Sitzung des Gemeinderates war das Thema Breitbandausbau auf der Tagesordnung. Hier wurde der eigenwirtschaftliche Ausbau jeweils vorgestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Bromberger
Gemeinde Vaterstetten
 

Bernhard Roll
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kommentiert von Bernhard Roll am 16.08.2020 um 20.01 Uhr
Sehr geehrter Herr Bromberger,

erstmal vielen Dank, dass Sie die gleiche Meinung vertreten, dass eine Netzausbaustrategie nur mit LWL Technologie (Glasfaser) sinnvoll ist.
Damals hat die Gemeinde Vaterstetten für den Ausbau in den Ortschaften die Fa. Avacomm favorisiert, da die deutsche Telekom für einen Ausbau deutlich mehr verlangt hätte. Wir als Bürger wurden nie gefragt, welche Anschlussleistungen auch in der Zukunft benötigt werden und hatten auch keinen Einfluss auf die Vertragsgestaltung. Leider hat sich in den Ortschaften nicht viel getan und wir sind derzeit noch weit weg von einer Gigabitgesellschafft.
Bisher war leider die Rückmeldung, dass gerade in den Ortschaften aufgrund der wenigen Neukunden, die Bestandskunden aus wirtschaftlichen Gründen nicht vergoldet werden können. Ich kann das an dieser Stelle nachvollziehen, denn Investitionen in dieser Größenordnung sind erst rentabel, wenn viele neue Anschlüsse generiert werden können. Diese vielen Neukunden werden aber ohne Blick auf Vaterstetten ausbleiben. Deshalb benötigt die Gemeinde eine Gesamtstrategie für eine flächendeckende Entscheidung zum Wohl aller Bürger.
Warum die Gemeinde wie ein fortgeschrittenes Unternehmen den Netzausbau nicht über eine einzige Firma abschließen will, entzieht sich meiner Kenntnis. Grundsätzlich ist es mir egal welche Firma hier zum Zug kommt. Nur sollte keine Zweiklassengesellschaft (Vaterstetten und Baldham / die umliegenden Ortschaften) entstehen. Es sollte doch das Ziel sein, ein flächendeckendes FTTH Netz zu erreichen. Wie in dem Artikel in der Ebersberger Zeitung am 16.05.2018 zu entnehmen ist, hatte damals der Vizebürgermeister Herr Wagner verkündet, dass der Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen hat, Vaterstetten auf den Weg in eine Gigabitgesellschaft zu führen. Außerdem ist dem Artikel zu entnehmen, ich zitiere „…abschließend versicherte Wagner, dass alle notwendigen Informationen über die Angebote oder Tarife in Infoveranstaltungen, Informationsbroschüren sowie Öffentlichkeitsarbeit in den Ortsteilen und das Projektbüro in Vaterstetten den Bürger und potentiellen Kunden zugänglich gemacht würden, „sobald die weiteren Schritte im Laufe des Sommers ausverhandelt und definiert sind“.

Ich habe gestaunt wie Vaterstetten die Firma Echtschnell aus dem Hut gezaubert hat und welche Werbemaßnahmen aufgewendet wurden, sogar ein Bürgerbüro wurde eingerichtet.
Man ließ sich auch die Planungen wie ich hörte mit mehr als 50.000 € vergolden. Leider kenne ich derzeit die Inhalte nicht sowie die Vereinbarungen dazu. Nur das Ergebnis habe ich mitbekommen, dass sich Echtschnell zum Rohrkrepierer entwickelt hat. Obwohl die Anschlüsse dafür sogar kostenlos angeboten wurden. Auch ich bekam einen Flyer von Echtschnell (Mit der Information: echt wahr Vaterstetten bekommt einen kostenlosen Glasfaseranschluss).

Eine reiche Gemeinde im Speckgürtel von München sollte sich nicht hinter Förderrichtlinien und dem Motto „… das machen die anderen“ verstecken. Hier sollte man über den Tellerrand schauen und wie andere das vorbildlich lösen, auch mit der Kommunikation zu den Bürgern.

Jetzt haben wir August 2020 und mir ist immer noch nicht klar, welche Gesamtstrategie die Gemeinde Vaterstetten bezüglich der Netzausbaustrategie verfolgt. Wie Herr Robert Kneißl bereits in dem Forum
angemerkt hat, ist entscheidend welche Kosten für einen FTTH (Fiber to the home) von jedem Anschlussteilnehmer verlangt werden sollen. Ich gehe davon aus, dass es keine unterschiedlichen Voraussetzungen gibt. Im aktuellen Angebot von Echtschnell auf der Homepage steht:
Highspeed Internet in Ihrer Gemeinde bleibt keine Zukunftsmusik: „Gemeinsam mit der Gemeinde Vaterstetten und Ihrer Unterstützung möchten wir ein Glasfasernetz bauen. Jeder interessierte Haushalt surft dann schon bald mit Geschwindigkeiten von bis zum 1 Gbit/s durchs Netz. Und da unsere Gesellschaft immer digitaler wird, das World Wide Web aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist und es immer mehr digitale Möglichkeiten gibt ist ein Glasfaseranschluss eine Investition in die Zukunft. Auf geht’s, Vaterstetten! Ferner wird damit geworben einen kostenfreien Glasfaseranschluss anzubieten“.

Sie schreiben, dass Herr Kneißl ein Angebot von Fa. Avacomm bekommen soll. Auch ich habe ebenfalls eine persönliche Nachricht erhalten, die im Konjunktiv geschrieben wurde. Außerdem liegen mir derzeit keine inhaltlichen und verbindlichen Aussagen über die Kosten vor. Auch auf der Homepage ist darüber nichts zu finden. Sollte die Gemeinde Vaterstetten bezüglich der Ausbaustrategie für die Ortschaften mehr wissen, bin ich über eine offizielle Information dankbar.

Neidvoll blicke ich derzeit nach Grasbrunn, wo auf der Homepage folgendes zu finden ist:
Gemeinde Grasbrunn investiert kontinuierlich in Glasfaserausbau. Außerdem steht:
die Digitalisierung und der Glasfaserausbau sind permanent Themen in der Presse und beschäftigen nahezu alle Kommunen in Deutschland. Gerade beim Glasfaserausbau ist Deutschland international gesehen eher Entwicklungsland. Selbst im europäischen Vergleich belegt Deutschland den hinteren Platz bei dem Anteil stationärer Breitbandanschlüsse, die per Glasfaser realisiert werden. Der OECD-Durchschnitt (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) liegt bei 24,8%, Deutschland bei nur 2,6%. Daher stellt sich die Frage: Warum ist das so?
Die grundsätzliche Aufgabenverantwortung liegt beim Bund. Nach Maßgabe eines Bundesgesetzes, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, gewährleistet der Bund im Bereich des Postwesens und der Telekommunikation flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen. Diese werden als privatwirtschaftliche Tätigkeiten durch die aus dem Sondervermögen Deutsche Bundespost hervorgegangenen Unternehmen und von anderen privaten Anbietern erbracht. Hoheitsaufgaben im Bereich des Postwesens und der Telekommunikation werden in bundeseigener Verwaltung ausgeführt. Wie eine Erhebung des TÜV-Rheinland im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ergab, ist der Breitbandausbau lediglich bei niedrigen Verbindungsraten von bis zu 6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) flächendeckend vorangekommen. Ab den Breitbandklassen von mehr als 16 Mbit/s sinkt die durchschnittliche Breitbandverfügbarkeit in deutschen Haushalten auf 90,4%, bei mehr als 50 Mbit/s sind es nur noch 76,9%. Besonders in den ländlichen Regionen sind viele Gemeinden noch immer abgehängt. So liegt die Breitbandverfügbarkeit dort für Bandbreiten von über 30 Mbit/s durchschnittlich bei 55,1%. Von mehr als 50 Mbit/s profitiert nur rund ein Drittel der ländlichen Gemeinden.

Das Hauptproblem in Deutschland ist, dass viele Hausanschlüsse vom Verteiler über Kupfertechnologie angeschlossen sind. Das Kupferkabel kann jedoch nicht die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten gewährleisten. Demzufolge muss ein Glasfaserkabel erst neu verlegt werden. Dies wiederum erfordert hohe Investitionen, denn Tiefbauarbeiten sind sehr kostenintensiv. Hinzu kommt, dass frühere Förderprogramme lediglich eine Mindestgeschwindigkeit von 30 Mbit/s vorausgesetzt haben, weshalb viele Gebiete lange noch mit Kupferkabel versorgt worden sind.

Im Koalitionsvertrag wurde ein „flächendeckender Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025“, also Geschwindigkeiten von über 1.000 Mbit/s aufgenommen, die ausschließlich durch Glasfaseranschlüsse erreicht werden können. Der Bund hat die Entwicklung schlichtweg verschlafen und in den vergangenen Jahrzehnten nicht in die notwendige Technik investiert. Wir, wie auch viele andere Kommunen, wollen aber nicht bis 2025 warten. Im Rahmen der Daseinsvorsorge versucht die Gemeinde Grasbrunn deshalb den Rückstand im europäischen Vergleich eigeninitiativ aufzuholen. Bereits vor 12 Jahren wurde eine DSL-Arbeitsgruppe gegründet, die seitdem intensiv an der Umsetzung des Breitbandausbaus in allen Grasbrunner Gemeindeteilen arbeitet und als Ansprechpartner für die Bürger fungiert. In 2010 hat der Grasbrunner Gemeinderat die Erstellung eines Masterplans für die Glasfaser-Verrohrung des gesamten Gemeindegebietes beauftragt. Ebenso wurden seitdem bei jeder Baumaßnahme Leerrohre für spätere Glasfaserleitungen verlegt. So konnte die Gemeinde bisher knapp 4 km Leerrohre verlegen und einmessen, noch in diesem Jahr werden weitere 2 km folgen. Auch bei uns wird der Großteil der Bürgerinnen und Bürger noch über Kupferkabel versorgt, mittels Super-Vectoring sind aber Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s möglich. Damit gilt Grasbrunn laut Fördermittelgeber als aktuell „ausreichend versorgt“ und kann keine Fördermittel aus einem Förderprogramm in Anspruch nehmen, da lediglich „weiße Flecken“ mit unter 50 Mbit/s gefördert werden können.
In den letzten Jahren konnten in Zusammenarbeit mit der DSL-Arbeitsgruppe regelmäßig örtlich begrenzte Verbesserungen in allen Gemeindeteilen erzielt werden. So verfügen mittlerweile mehr als die Hälfte aller Anschlüsse über VDSL mit bis zu 250 Mbit/s – fünfmal mehr als noch vor einem Jahr! Wir werden uns damit aber nicht zufriedengeben, sondern weiterhin kontinuierlich an der Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeiten arbeiten. Kurzfristiges Ziel kann nur eine Versorgung mit Bandbreiten nicht unter 1 Gigabit sein.

Nun zurück zu der Gemeinde Vaterstetten und folgende Fragen die mich bewegen:

1. Wurden bereits Vorverträge mit Echtschnell seitens der Gemeinde Vaterstetten geschlossen bzw. hat sich die Gemeinde Vaterstetten bereits mit einen Kurfristangebot an Echtschnell gebunden?
2. Gibt es Alternativangebote von Firmen um eine Gesamtstrategie für Vaterstetten einschließlich den Ortschaften zu realisieren d.h. eine konkrete Absichtserklärung?
3. Welche strategischen Partnerschaften wurden über das Gemeindegebiet gesucht, um Insellösungen zu vermeiden? Hier möchte ich auf Grasbrunn verweisen.
4. Welche Investitionen wurden seitens der Gemeinde Vaterstetten bisher investiert, um eine Gesamtstrategie zu realisieren?
5. Gibt es eine Arbeitsgruppe in Vaterstetten die sich mit dem Thema beschäftigt oder wer betreut seitens der Gemeinde die Umsetzung und bewertet diese?
6. Da sich die Gemeinde Vaterstetten seit 2009 schon intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und auch die Berichte für eine fortschrittliche Technologie bereits im Blick hatte, stellt sich die Frage, welche Aktivitäten gibt es zu der Bayerischen Gigabitrichtlinie?


Bitte haben Sie Verständnis, dass ich einen hohen Anspruch an diesem Thema habe und dem
unter dem Motto „die richtigen Dinge tun!“ und „die Dinge richtig tun!“.

Gerne bringe ich mich auch persönlich ein.

Mit freundlichem Gruß aus Neufarn (Gemeinde Vaterstetten)

Bernhard Roll
 

judt
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kommentiert von judt am 26.08.2020 um 10.44 Uhr
Sehr geehrter Herr Roll,

in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause haben sich dem Gemeinderat zwei Firmen vorgestellt, die ihr Konzept für einen flächendeckenden Glasfaserausbau im Gemeindegebiet präsentiert haben. Im Fokus für die ersten Schritte steht dabei der Ausbau der „weißen Flecken“ in Vaterstetten und Baldham. Bei diesem Gebieten handelt es sich um Adressen, an denen nach wie vor nur Bandbreiten bis 6 Mbit/s verfügbar sind. Diese Bereiche waren für die Telekom beim VDSL-Ausbau nicht wirtschaftlich und wurden deswegen außen vorgelassen.

Das Ziel ist aber nach wie vor, das Gemeindegebiet flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Wir sind diesbezüglich in engem Kontakt mit externen Beratern sowie dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Ebersberg. Es ist nicht trivial, für die Gemeinde Vaterstetten einen Anbieter zu finden, der ein bereits bestehendes VDSL-Netz mit hohem Versorgungsgrad mit einem Glasfasernetz zu überbauen. Wie wir leidvoll gesehen haben, ist das Interesse an Glasfaseranschlüssen in der Bevölkerung derzeit in der Fläche nicht so groß, dass sich die Anbieter um das Gebiet reißen.

Deswegen gilt es, auf Basis des vor einigen Monaten erstellten Masterplans eine tragfähige Lösung zu finden, um, wie Sie bereits festgestellt haben, Insellösungen zu vermeiden. Dabei haben wir auch die Gigabit-Richtlinie im Blick, auch dort gibt es immer wieder neue Entwicklungen. Aktuell besteht mittlerweile auch die Möglichkeit, die sogenannten „grauen Flecken“, also bereits mit DSL versorgte Gebiete, gefördert auszubauen.

Betreut wird das Thema „Breitbandversorgung“ im Rathaus durch Herrn Porombka, unseren Kämmerer sowie durch mich. Wir bereiten, mit Hilfe von externen Beratern, die Themen vor, damit der Gemeinderat dann entsprechend darüber beraten und entscheiden kann.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen, gerne auch telefonisch ( 08106 – 383 185 )oder per Mail (felix.judt@vaterstetten.de) zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Felix Judt
Gemeinde Vaterstetten
 

chriswest
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kommentiert von chriswest am 29.08.2020 um 16.59 Uhr
Um noch Bezug zu nehmen auf den enttäuschenden Ausgang bei der Interessensbekundung für Glasfaseranschlüsse (Echtschnell Vorverträge) wie Herr Judt erwähnt. Das gesamte Prozedere fand vor Corona/COVID-19 statt. Ich denke, dass sich die Sachlage mittlerweile anders darstellt. Etliche mittelständische und Großunternehmen schickten ihre Mitarbeiter dauerhaft ins Home Office. Zukünftig werden 2-3 Tage Home Office pro Woche bei vielen Bürotätigkeiten zur neuen Regel werden. Die Marketing-Kampagne von EchtSchnell betonte vor allem "besseres Fernsehen, schnellerer Download" - dass es hierbei auch um die berufliche Zukunft gehen kann, blieb komplett außen vor. Zudem wird digitaler Schulunterricht zunehmen. Also beides Themen, die über Luxusthemen (TV, Downloads) hinausgehen. Nun stelle man sich einen 4 Personenhaushalt vor - 2 Kinder und 2 Erwachsene, die parallel in guter Qualität an Videokonferenzen teilnehmen wollen/möchten, um zu Arbeiten / zu Lernen. Das muss prägnant bei jedem Bürger ankommen, erst dann gibt es Bereitschaft für schnelleres Internet in der breiten Masse.