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Rezepte gegen Einbruch /22
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Gekippte Fenster/ Türen sind offen.

Außentüren verschließen: Haustür, Gartentür, Terrassen- und Balkontür, Garage, Schuppen.

In Mietshäusern Keller- und Speichertüren versperren.

Fenster und Türen: sofort nach dem Schließen die Schlösser versperren
(s. Serie 12).

Verstecken Sie nie Ihre Schlüssel! Die Einbrecher wissen alle Verstecke. (s. Serie 03).

Schlüssel verloren: Wechseln Sie alle Schließzylinder! Bevorraten Sie Reserve-Profilzylinder.

Telefon: Zuführung unterirdisch, erstes Telefon im Schlafzimmer, zweites im Flur/ Wohnzimmer.

Trillerpfeife €3, an die Wand in Flur und Küche, ins Nachtkästchen. Hilft auch bei sexistischen Telefonanrufen.

Türspion vor dem Türöffnen benützen (s. Serie 03).

Video-Sprechanlage
(s. Serie 03-05 /
B.21.3)
(Bild)
für nicht einsehbare Gartentür, ab €350.

Sperrbügel/ -kette vor dem Öffnen einlegen
(s. Serie 03).

Durchgangsglocke
(s. Serie B.21.4)
(Bild)
bei offener Tür, wie Terrassentür, €25.

Innenlicht zeitweise über Schaltuhr einschalten.

Öltankschloss gegen Vandalismus.

Werkzeug, Leitern nicht herumliegen lassen, sondern in Keller, Garage, Schuppen einbruchfest aufbewahren.
DIN-, IEC-, EU- Normen sind international verbindlich und zwischen Herstellern, Verbrauchern, Beratern (zB. der Polizei) abgestimmt.
DIN V ENV 1627 ist die Europanorm für einbruchhemmende Bauteile. Sie beschreibt die Widerstandsklassen WK 1-6.
Für Wohnungen und Häuser kommen hauptsächlich WK 1 bis 3 in Frage. Die Nachrüst-Vorschläge dieser "Rezepte gegen Einbruch" entsprechen etwa WK 1-2. Hochwertiger sind "DIN-geprüfte" Bauteile.
prENV 356 ist die Europanorm für einbruchhemmendes Glas. Sie umfasst 8 Klassen. Zu WK 2 gehört Glas P4A.
Deutsche DIN sind veraltet, aber noch üblich. Ihre Stufen 0/1 entsprechen etwa der Widerstandsklasse 2, die Stufe 2 der WK3, usw. Bei Glas entspricht A3 etwa prENV 356 P4A.
DIN / VDE 0833 Teile 1 und 3 normen EMA Einbruch- und ÜMA Überfall-Melde-Anlagen.
VdS-Normen des Verbandes der Sachversicherer gelten in Deutschland. Sie entsprechen etwa den DIN-Normen, haben aber eine andere Einteilung.
Prüfinstitute-Normen dienen als Vorläufer von (fehlenden) DIN-Normen.
Herstellernormen sind oft einfacher als internationale Normen. Bei Türen entsprechen E0-3 nicht ganz WK 1-3; bei Fenstern entsprechen AhS (Aushebesicher) 0, A, B nicht, C etwa WK2.
Verlangen Sie vom Handwerker für "geprüfte" Bauteile:

- DIN-Prüfzeugnis / VdS-Nummer des Produkts,
- Allg. Montageanleitung,
- Montagebescheinigung für den aktuellen Einbau.
Tipp: Fotografieren Sie die Montage als Nachweis für die Versicherung und als Unterlage für eine spätere Modernisierung.
(Serie 22/27.01.08)
Kontakt:
"Rezepte gegen Einbruch"